3. Zum Verhältnis von Ökonomie und Menschenrechten in der Theoriegeschichte

Die Idee der Menschenrechte gewinnt erst zur Zeit der europäischen Aufklärung konkrete Gestalt und schlägt sich Ende des 18. Jahrhunderts in nationalstaatlichen Verfassungen nieder (vor allem in Amerika und Frankreich). Gleichzeitig ist das 18. Jahrhundert die Geburtsstunde der Ökonomie, die langsam beginnt, sich aus dem Schoß der Moralphilosophie zu emanzipieren und sich als eigenständige Wissenschaft zu entwickeln. Beide, Menschenrechte und Ökonomie, stehen unter den geistesgeschichtlichen, kulturellen und politischen Ideen von Menschenwürde, individueller Freiheit, Gleichheit der Menschen, politischer Mitbestimmung und sozialer Teilhabe.
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