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Kriminologie, Ökonomie und Ökonomie der Kriminalität: Gemeinsame Inhalte, unterschiedliche Herangehensweisen

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Volume: 96
Number: 2/3
Pages: 164 - 171
Month: April/June
Link External Source: Online Version
Year: 2013
Keywords: Ökonomie der Kriminalität; Forschungsstandards; Graduiertenausbildung; deutsche Kriminologie
Abstract:

Dieser Artikel unternimmt den Versuch, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Kriminologie und der Wirtschaftswissenschaft zu erfassen. Aus der Sicht des wirtschaftswissenschaftlichen Verfassers dient zunächst Holmes'' (1897) »Bad Man« dazu, dem nicht-ökonomischen Leser die Idee des »potenziellen« Straftäters zu verdeutlichen. Weiterhin werden zahlreiche Charakteristika der wirtschaftswissenschaftlichen universitären und außeruniversitären Praxis vorgestellt, von denen der Autor vermutet, dass sie in der Form in der deutschen Kriminologie (bisher) weniger üblich sind. Die Aufzählungen mögen als Orientierung und, je nach persönlichem Geschmack des Betrachters, als Positiv- oder Negativbeispiele dienen. Genannt seien hier die logisch-deduktive Vorgehensweise in der Theorie, die Orientierung an internationalen Qualitätsstandards und die empirisch-methodische sowie englischsprachige Graduierten-Ausbildung. Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Kriminologie in Deutschland wird eine stärkere Konzentration in Zentren thematisiert, die nicht nur Rechtswissenschaft sondern auch möglichst viele weitere Felder der Kriminologie einbeziehen sollte.

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