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Das systemische Risiko ist letztlich die Ursache für die ganze Misere

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Volume: 64
Number: 23
Pages: 1248 - 1251
Month: December
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Year: 2011
Abstract: Das zentrale Problem der kombinierten Staatsschulden- und Bankenkrise ist für Jan Pieter Krahnen das systemische Risiko. Die Staaten, so seine Analyse der aktuellen Lage, kommen trotz hoher Verschuldung überhaupt nicht umhin, ihren Finanzsektor mit massiver Unterstützung vor einem Zusammenbruch mit unabsehbaren Folgen zu bewahren. Weder das Restrukturierungsgesetz in Deutschland noch die Mechanismen in anderen Ländern sind seiner Ansicht nach in der Lage, das "Too big to fail"-Problem zu lösen, weil angesichts der langjährigen Preisverzerrungen die Anleihegläubiger von in Haft genommenen Finanzinstituten in großem Stil wieder andere Finanzinstitute sind, die dann ihrerseits gefährdet wären. Als mögliche weiße Ritter sieht er auf mittlere Sicht Lebensversicherungen, Pensionsfonds und spezielle Hedgefonds, die in Wahrnehmung ihrer Corporate-Governance-Aufgaben bei Banken und Unternehmen dem Haftungsprinzip zur erhofften Wirkung verhelfen könnten.
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