Faculty of Economics and Business Administration Publications Database

Freistellungsverfahren und Nachholeffekt: Eine Studie zum Siemens-Effekt

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Volume: 51
Number: 2
Pages: 172 - 195
ISSN-Print: 0015-2218
Year: 1994
Abstract: This paper shows that the high amount of financial assets owned by German multinationals can be explained by German tax rules towards foreign profits. Financial assets are accumulated to circumvent double taxation which arises if the foreign profits were distributed to the personal shareholders. The paper refers to this tax-induced accumulation of financial assets as the Siemens-effect. In case the German parent cannot take advantage of the opportunity to invest in the capital market then double taxation significantly lowers the parent''s cost of capital. Der Aufsatz zeigt, daß die bemerkenswert umfangreichen Finanzaktiva deutscher Konzernmütter durch die Eigenheiten des deutschen Außensteuerrechts erklärt werden können. Um der Doppelbesteuerung von Auslandsprofiten, die entstünde, wenn Auslandsprofite direkt an die Anteilseigner der deutschen Mutter ausgeschüttet würden, zu entgehen, werden die Auslandseinkünfte von den deutschen Konzernmüttern am Kapitalmarkt angelegt und nur die daraus resultierenden Zinsen an die Aktionäre weitergeleitet. Diesen Zusammenhang bezeichnet das Papier als Siemens-Effekt. Wenn die Konzernmutter nur unvollständigen Zugang zum Kapitalmarkt hat, so werden ihre eigenen Kapitalkosten durch die Außensteuerpraxis stark gemindert.
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