Vortrag und Präsentation im PLAZ am 20. Mai 1998

Claudia Bremer
(Dipl. Volkswirtin , MBA), Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der
Professur für Hochschuldidaktik der Wirtschaftswissenschaften

Internet in der Hochschule - Chance oder Bedrohung für die Lehre?

Ziel virtueller Veranstaltungen

Internetgestützte Hochschulveranstaltungen ermöglichen die Dezentralisierung und zeitliche Flexibilisierung von Vorlesungen, Seminaren und Tutorien. Zentrales Anliegen des vorgestellten Projektes ist die Unterstützung von Gruppenarbeit zu Themen, Thesen, Fragen und Aufgaben sowie der studentischen Projektarbeit durch die neuen Medien, speziell des Internets. Dazu treffen sich Studierende in Gruppen zu Hause oder im PC Pool der Universität, um gemeinsam an einer virtuellen Sitzung teilzunehmen. Über EMails, Chats, Newsgroups, WWW-Seiten und in Zukunft auch Videokonferenzsystemen werden sie von den VeranstalterInnen oder TutorInnen betreut und kommunizieren mi den anderen Gruppen. Neben Online-Übungen nimmt die eigenständige Projektarbeit eine zentrale Stellung in der zu forschendem Lernen anleitenden Veranstaltung ein.

Die räumliche und zeitliche Flexibilisierung erlaubt die Einbindung von Studierenden und Veranstaltern an den unterschiedlichsten Standorten und eine zeitliche Unabhängigkeit der Teilnahme, da die asychron erbrachten Arbeiten durch das Internet zusammengeführt werden. Allerdings sieht das vorgstellte Konzept eine regelmäßige sychrone Sitzung vor, um die Gruppenkohärenz zu staärken, und Interaktionen wie Rollenspiele und Pro-Contra-Diskussionen zwischen den Gruppen als Lernform einzusetzen.

Als technische Plattorm werden die gängigen Internetdienste eingesetzt, um auch die Unabhängigkeit von installierter, lizensierte Software zu erreichen (Teilnahme auch aus dem Internetcafe möglich) und die Anforderungen an die Computerausttattung der Teilnehmer möglichst niedrig zu halten.

Ziel der VeranstalterInnen ist, eine Didaktik virtueller Veranstaltungen zu entwickeln, die verschiedenen Funktionalitäten des Internet in einem geeigneten Medienmix einzusetzen und die Studierenden zu Gruppenarbeit und Kooperation anzuleiten.

Weitere Schwerpunkte unserer Forschung sind