Die Pandemie und Europa

"Es muss endlich zu einer grundsätzlichen ökonomischen Verständigung zwischen dem Süden und dem Norden kommen"

Zu der aktuellen Situationen der Covid-19-Krise und möglichen wirtschaftspolitischen Lösungsansätzen verfasste Herr Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold einen Beitrag für die Frankfurter interdisziplinäre Debatte. Um die zukünftige wirtschaftspolitische Ordnung Europas zu sichern, argumentiert Prof. Schefold für einen Kompromiss zwischen ordnungspolitischen und keynesianischen Denken und zeigt, dass eine Verständigung zwischen dem europäischen Norden und Süden unerlässlich ist.

Die Frankfurter interdisziplinäre Debatte ist eine Plattform für einen interdisziplinären Diskurs zu aktuellen Herausforderungen. Damit soll eine umfassende Betrachtung aktueller gesellschaftspolitischer Thematiken seitens der Wissenschaft geboten werden.

Link zum Artikel: www.frankfurter-debatte.de/corona-blog/details/die-pandemie-und-europa.html

FAZ-Artikel: Der Neo-Fisher-Effekt. Die historische Alternative zur Nullzinspolitik – Nominalzins und Realzins

6. Juli 2019 - FAZ Nr. 154, S. 27

In seinem Artikel zu dem Neo-Fisher-Effekt beschäftigt sich Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold mit der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Er diskutiert derzeitige Herausforderungen und stellt den Neo-Fisher-Effekt vor, der besagt, dass durch eine glaubhaft, für lange Dauer angekündigte Anhebung des Zinssatzes die Inflationsrate gesteigert werden kann, ohne dabei eine Rezession auszulösen.

Link zum Artikel: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/inflationsziel-eine-alternative-zur-nullzinspolitik-16270509.html 

Die Cambridge-Cambridge Kontroverse und neue Ergebnisse der Kapitaltheorie

Donnerstag, 16. Mai 2019, 18:00-20:00, SH 0.107 (Seminarhaus)

Die Cambridge-Cambridge-Kontroverse, erstmalig als solche von Harcourt im Jahre 1969 benannt, gehört zu den wichtigsten Debatten der Volkswirtschaftslehre. Von den 1950ern bis zu den 1970ern diskutierten Vertreter und Vertreterinnen des britischen und des US-amerikanischen Cambridge über die Kapitaltheorie und die neoklassischen Annahmen. Mit Joan Robinson und Piero Sraffa gegen Paul Samuelson und Robert Solow nahmen die wichtigsten Ökonomen und Ökonominnen dieser Zeit an der Kontroverse teil und prägten somit die Kapitaltheorie nachhaltig.

Herr Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold arbeitete während seiner Zeit in Cambridge (England) mit Piero Sraffa zusammen und er hat sich auch persönlich und in öffentlichen Debatten mit der Position Paul Samuelsons auseinandergesetzt.  Er wird in die Cambridge-Cambridge-Kontroverse einführen und dann neue Ergebnisse der Kapitaltheorie vorstellen. Einige ältere Ergebnisse müssen teilweise zurückgenommen werden (das sogenannte Reswitching hat sich als unwahrscheinlich herausgestellt) und neue kritische Resultate haben sich ergeben, die auch für die postkeynesianische Theorie relevant sind.

Die beiden Bände "Great economic thinkers" als E-Books verfügbar

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Damien Nega erreicht 3. Platz beim Wettbewerb um Fraport-Förderpreis

Damien Nega, Teilnehmer am Bachelorseminar "Von Gustav Schmoller zur modernen Institutionenökonomik" im Wintersemester 16/17, hat den dritten Platz beim diesjährigen Wettbewerb der Frankfurter Wirtschaftswissenschaftlichgen Gesellschaft (fwwg) um den Fraport-Förderpreis belegt.

Seine Arbeit mit dem Titel "Die Entstehung der historischen Schule" zählt damit zu den ausgezeichneten Bachelor-Seminararbeiten dieses Jahres. 

Die fwwg hat 2004 erstmals ihren Förderpreis gestiftet. 

Bildquelle: http://www.fwwg.de/nominierungen-sieger_fp_2017-1

Weitere Informationen zum Förderpreis der fwwg.

 

 

Guest Lecture by Prof. Michel De Vroey: "From Keynes to Lucas - The Development of Macroeconomics"

Friday, June 16th 2017, 10:00-12:00 - HoF, Room E.20 (DZ Bank).

Prof. Michel De Vroey is Professor Emeritus at Université Catholique de Louvain in Belgium.

He has recently published his book with Cambridge University Press.

Franz Oppenheimer-Büste (100 Jahre Goethe-Uni)

Am 30. März 2014 wäre Franz Oppenheimer 150 Jahre alt geworden.

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften möchte im Gedenken an einen der berühmtesten und bedeutendsten Vertreter der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am 31.März 2014 seine Büste im Foyer des Gebäudes der Rechts-und Wirtschaftswissenschaften aufstellen.

Franz Oppenheimer hatte 1919 den Ruf  auf eine Professur für Soziologie und theoretische Nationalökonomie angenommen und lehrte in Frankfurt bis 1929.  Aus dem Jahr seiner Emeritierung stammt auch die Büste, die Fritz Kormis schuf. Das Jüdische Museum Frankfurt  ist in Besitz einer Gipskopie der Originalbüste, die sie dem Fachbereich dankenswerterweise zur Verfügung stellt.

Anlässlich des Geburtstages wird es eine Vernissage mit Vorträgen zu  Franz Oppenheimer und Fritz Kormis geben, eine temporäre Fotoausstellung wird darauf folgen, und die Büste, ausgestellt mit Werken Oppenheimers, wird dem Fachbereich einige Jahre erhalten bleiben. 

Unmittelbar nach seiner Pensionierung hatte Oppenheimer seine Frankfurter Wohnung aufgegeben und sich für knapp zwei Jahre auf das ehemalige Rittergut in Lüdersdorf zurückgezogen, das unter seiner Mitwirkung in eine ländliche Siedlungsgenossenschaft umgewandelt wurde. In dem dortigen ehemaligen Herrenhaus schrieb er seine Memoiren nieder, die 1931 unter dem Titel "Erlebtes, Erstrebtes, Erreichtes" erschienen. In diesem Buch wurde erstmals ein Foto der Büste veröffentlicht, die der Frankfurter Bildhauer Fritz J. ( in der Emigration: Fred) Kormis (1896-1986) Ende der 1920er Jahre geschaffen hatte. Oppenheimer wünschte offenbar, der Nachwelt ein ehernes Zeugnis zu hinterlassen, das über die Zeitläufe hinweg Bestand haben sollte. Von dieser Bronzebüste, die sich heute im Besitz einer seiner Enkel in Jerusalem befindet, wurden zwei Abgüsse aus Gips erstellt; sie vermitteln einen eigenartig melancholischen Eindruck von Oppenheimer.

Nach Volker Caspari und Klaus Lichtblau, Franz Oppenheimer – Streitbarer Ökonom und Soziologe der ersten Stunde, das zum Universitätsjubiläum in der Reihe „Gründer, Gönner und Gelehrte“ im Societäts-Verlag erscheinen wird.

 

Bilder zur Ausstellungseröffnung:

Vorträge anlässlich der Vernissage der Büste Franz Oppenheimers am 31. März 2014: 

  1. Grußwort des Vizepräsidenten (Prof. Dr. Rainer Klump)
  2. Franz Oppenheimer als Ökonom (Prof. Dr. Volker Caspari)
  3. Franz Oppenheimer als Soziologe (Prof. Dr. Klaus Lichtblau)
  4. Franz Oppenheimer und der Bildhauer Fritz Kommis (Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold)
  5. Jüdische Wissenschaftler in Frankfurt am Main in den Zwanziger Jahren (Michael Lenarz)

 

Liberaler Sozialist, Zionist, Utopist:

Ausstellung (bis zum 31.05.2014)

Der Soziologe und Nationalökonom Franz Oppenheimer (1864-1943)

Oppenheimer war ein zu seiner Zeit berühmter Nationalökonom und Soziologe, zu dessen Schülern unter anderem auch der Wirtschaftsminister und spätere Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Dr. Ludwig Erhard sowie der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Erik Nölting gehörten. Er nahm von 1919 bis 1929 die erste soziologische Professur an der Goethe-Universität Frankfurt wahr und veröffentlichte im Laufe seines Lebens über 50 Bücher und 400 Aufsätze. Oppenheimer hatte nach seinem medizinischen Studium in Berlin zeitweise als Arzt gearbeitet und sich anschließend nationalökonomischen und soziologischen Forschungen zugewendet. Er verkehrte in seiner Jugend im Friedrichshagener Dichterkreis in Berlin und war seit 1903 ein führendes Mitglied der internationalen zionistischen Bewegung, der er als nationalökonomischer Berater bei der Gründung von Siedlungsgenossenschaften in Palästina zur Verfügung stand. Oppenheimer war auch in Deutschland an der Gründung von verschiedenen landwirtschaftlichen Produktivgenossenschaften beteiligt, von denen er sich als liberaler Sozialist und Vordenker der sozialen Marktwirtschaft vermittels einer ‚inneren Kolonisation’ die Lösung der sozialen Frage seiner Zeit erhofft hatte. Seine Gedanken fanden in den 1920er Jahren auch Eingang in das Agrarprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft emigrierte er Ende 1938 zunächst nach Japan und China und anschließend in die USA, wo er 1943 verarmt in Los Angeles verstarb. 

Diese Ausstellung wird Oppenheimers in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Lebensweg nachzeichnen. Fachgeschichtliche Eigenarten der deutschsprachigen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften werden dabei ebenso berücksichtigt wie das familiäre Umfeld sowie der zeitgeschichtliche Kontext, in dem er sich bewegt hat. Mit der Ausstellung ist es möglich, anhand einer herausragenden Gelehrtenbiographie in allgemein verständlicher Weise verschiedene Epochen der neueren deutschen Geschichte von der Bismarckzeit bis zum Zweiten Weltkrieg zu dokumentieren.

 

 

Seniorprofessur

Seit März 1974 bekleidet Professor Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold eine Professur am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe Universität Frankfurt, die nunmehr zur Seniorprofessur umgewandelt wurde. So soll auch weiterhin ein hochqualifiziertes Lehrangebot angeboten und die Betreuungsrelation verbessert werden. Wir freuen uns, dass zum Sommersemester 2012 Professor Schefold der Universität Frankfurt als emeritierter Professor erhalten bleibt und die Veranstaltungen "Einführung in die Volkswirtschaftslehre" und "Theoriegeschichte" betreut.

(veröffentlicht am 07. Mai 2012)

Anfragen zu Empfehlungsschreiben

Wer Interesse an einem persönlichen Empfehlungsschreiben (Letter of Recommendation) von Herrn Prof. Schefold hat, richtet seine Anfrage bitte ab sofort direkt über das Internetportal der Universität an unseren Lehrstuhl. Nach der Anmeldung über die Internetseite wird Prof. Schefold automatisch von der Anfrage unterrichtet. Wir nehmen dann Kontakt mit Ihnen auf.
Zu erreichen ist das Portal unter https://www.uniforma.de/uni-frankfurt/economics

(veröffentlicht am 28. Juni 2011)

Prof. Schefold bekommt internationale Festschrift überreicht

Zu Ehren von Herrn Prof. Schefold ist jetzt eine zweite Festschrift erschienen. Ihr Herausgeber, Volker Caspari, überreichte Prof. Schefold die im Routledge-Verlag publizierte internationale Schrift in einem feierlichen Rahmen. Mit der unter dem Titel "The Evolution of Economic Theory" erschienenen Aufsatzsammlung mit Beteiligung namhafter Autoren wird Herr Prof. Schefold für sein wissenschaftliches Lebenswerk geehrt.

Die Festschrift ist erschienen als:
Caspari, Volker (ed.): The Evolution of Economic Theory. Essays in honour of Bertram Schefold. Abington, New York: Routledge 2011.

Eine erste Festschrift von seinen Schülern ist erschienen als:
Caspari, Volker (Hg.): Theorie und Geschichte der Wirtschaft: Festschrift für Bertram Schefold. Marburg: Metropolis 2008.

(veröffentlicht am 30. Mai 2011)

Publikation zur Tagung des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen"

Die Beiträge zur Konferenz "Normen in der Volkswirtschaftslehre - Normung des volkswirtschaftlichen Curriculums" im Februar 2010 sind jetzt in einem Sammelband erschienen. Die von Bertram Schefold und Volker Caspari organisierte Tagung setzte sich mit den gegensätzlichen Positionen im "neuen Methodenstreit" der Volkswirtschaftlehre aus erkenntnistheoretischer und theoriegeschichtlicher Perspektive auseinander. Hintergrund war die unter deutschen Ökonomen ausgebrochene Debatte um die Ausrichtung und Methoden ihres Faches.

Die Ergebnisse der Konferenz sind nun zusammengefasst in der Publikation:
Wohin steuert die ökonomische Wissenschaft? Ein Methodenstreit in der Volkswirtschaftslehre, hg. von Volker Caspari und Bertram Schefold. Frankfurt am Main: Campus 2011. (Normative Orders. Schriften des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen" der Goethe-Universität, Frankfurt am Main, hg. v. Rainer Forst und Klaus Günther, Bd. 3).
Weitere Informationen zur Publikation finden Sie hier.

Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold bekommt Guggenheim-Preis überreicht

Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold hat in Beer Sheva, Israel, den Guggenheim-Preis 2010 überreicht bekommen. Mit dem "The Thomas Guggenheim Prize in the History of Economics" ehrt ihn die israelische Ben Gurion Universität für sein Lebenswerk als Dogmenhistoriker. Prof. Schefold ist der erste Preisträger.






Das Foto (oben) zeigt Altrektor Prof. Weinblatt, Prof. Schefold und den Preisstifter Prof. Thomas Guggenheim (von links nach rechts) bei der feierlichen Ehrung des Preisträgers im Dezember 2010. Im unteren Bild die Auszeichnung.

Erste italienisch-deutsche Doppelpromotion ausgezeichnet

Die auch von Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold betreute Dissertation von Carlo d'Ippoliti hat zwei Auszeichnungen für hervorragende akademische Leistungen gewonnen. Mit dem "History of Economic Thought Young Scholar Award" der US-Amerikanischen Gesellschaft für Dogmengeschichte und dem "Storep Young Scholar Award" der Dogmenhistorischen Gesellschaft in Italien wird die erste im Oktober 2009 abgeschlossene italienisch-deutsche Doppelpromotion mit Beteiligung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität ausgezeichnet.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold betreute Professoressa Marcella Corsi (PhD) an der römischen Universität "La Sapienza" die Dissertation von Carlo d'Ippoliti. Zweitgutachter waren in Rom Prof. Annamaria Simonazzi und in Frankfurt Prof. Dr. Rainer Klump. Eine Doppelpromotion erlaubt es den Kandidaten, sowohl den Frankfurter Doktorgrad als auch jenen einer ausländischen Universität in einem Verfahren zu erlangen.

Die mit summa cum laude bewertete Dissertation von Carlo d'Ippoliti trägt den Titel "Diversity and Economics" und behandelt das Thema ökonomischer Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes. Die Untersuchung basiert zum einen auf einem dogmenhistorischen Teil, der sich mit John Stuart Mill und Gustav Schmoller auseinandersetzt. Zum anderen untersucht Carlo d'Ippoliti mit Hilfe empirischer Methoden die Situation von Frauen auf dem italienischen Arbeitsmarkt. Die dogmenhistorische und die empirische Herangehensweise verbinden sich im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung mit der Behandlung der Gender-Problematik durch den neoklassischen Mainstream der modernen Ökonomie. Sie versucht damit durch Rückgriff auf die Arbeiten und Einsichten älterer Theoriestränge einen heterodoxen Ansatz zur Analyse der besonderen Rolle von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu entwickeln.

Die Promotion ist jetzt als Buch erschienen:
D'Ippoliti, Carlo: Economics and Diversity. Abington and New York: Routledge 2011.

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