Aktuelle Projekte

Gefördert vom

Das Projekt „Förderung von (fach-)didaktischem Wissen: eine Interventionsstudie zur Professionellen Fehlerkompetenz bei erfahrenen Lehrkräften“ ist eingebettet in das Gesamtprojekt „The Next Level – Lehrkräftebildung vernetzt entwickeln“, welches im Rahmen der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen FKZ 01JA1819 gefördert wird (zweite Förderphase, www.uni-frankfurt.de/69220782/next-level).

 

Kurzbeschreibung:

Ziel des Teilprojekts ist die Konzeption und Evaluation einer Fortbildungsmaßnahme zum Umgang mit Schülerfehlern im Rechnungswesenunterricht für Lehrkräfte kaufmännisch-verwaltender beruflicher Schulen. Die Fortbildung vermittelt Fachwissen und fachdidaktisches Wissen, insbesondere zum Lernen aus Fehlern, typischen Schülerfehlern im Rechnungswesenunterricht und dem Einsatz von Feedback. Zur Evaluierung dieser Fortbildungsmaßnahme wird eine Unterrichtsstunde jeder teilnehmenden Lehrkraft per Videomitschnitt beobachtet und gemeinsam analysiert und reflektiert. Weitere Instrumente wie Wissenstests und Fragebögen kommen zum Einsatz, um auf verschiedenen Ebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven evaluieren zu können.

 

Projektlaufzeit:

01.01.2019 - 31.12.2022

 

Projektleitung Teilprojekt:

Prof. Dr. Eveline Wuttke; Professur für Wirtschaftspädagogik, insb. empirische Lehr – Lern – Forschung

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:

Patricia Köpfer, M.Sc.

Katharina Bushyla, M.Sc.

 

Studentische Hilfskräfte:

Jens Reusswig, B.Sc.

Cora Theile

 

 

Projektlaufzeit: 01.05.2019 bis 30.04.2022



Kurzbeschreibung:

Ziel der beruflichen Erstausbildung ist die Förderung einer umfassenden beruflichen Handlungskompetenz. Dies spiegelt sich auch in den Curricula für die kaufmännische Ausbildung wider, so zum Beispiel in dem Bildungsauftrag der Berufsschule oder in den didaktischen Grundsätzen für die Gestaltung handlungsorientierten Unterrichts. Um Auszubildende adäquat auf die beruflichen Anforderungen vorzubereiten, bedarf es Lehr-Lern-Arrangements, die die Komplexität der beruflichen Tätigkeit an kaufmännischen Arbeitsplätzen abbilden, aber auch entsprechender Prüfungsaufgaben und -formate, die den Ansprüchen an eine curricular und ökologisch valide Erfassung beruflicher Handlungskompetenz genügen. Dem Einsatz digitaler Medien wird hierbei ein hohes Potenzial beigemessen.

In der ersten ASCOT-Initiative wurden bereits für verschiedene Berufe technologiebasierte kompetenzorientierte Prüfungsformate entwickelt. Dennoch ist festzustellen, dass entsprechende Aufgaben noch nicht hinreichend in der kaufmännischen Prüfungspraxis verankert sind. Es erscheint daher unerlässlich, Ausbilder/-innen und Lehrkräfte sowie Personen, die mit der Vorbereitung und Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen betraut sind, darin zu schulen, reliable und valide Prüfungsaufgaben zu entwickeln und diese computergestützt umzusetzen. Das TeKoP-Projekt zielt vor diesem Hintergrund darauf ab, ein Trainingsangebot zur technologiebasierten Entwicklung und Umsetzung von problemhaltigen Prüfungsaufgaben und -szenarien zu konzipieren, mit Multiplikatoren aus verschiedenen Prüfungsinstitutionen (z. B. Betrieben, Schulen sowie Industrie- und Handelskammern) zu erproben und hinsichtlich seiner Wirksamkeit zu evaluieren. Das Training beinhaltet zudem eine Schulung zur Anwendung von Gütekriterien und zur Prüfung der diagnostischen Güte der entwickelten Prüfungsaufgaben. Anknüpfend an Vorarbeiten aus der ersten ASCOT-Initiative (Projekt DomPL-IK und CoBALIT) werden im Rahmen des Trainings komplexe problemhaltige Prüfungsaufgaben exemplarisch für den Beruf Industriekaufmann/-kauffrau entwickelt. Die Teilnehmenden erwerben Wissen zu den Merkmalen von komplexen, problembasierten Aufgaben, ferner werden sie in der Fähigkeit geschult, authentische Problemlöseaufgaben entlang der aufgezeigten Kriterien zu entwickeln und diese hinsichtlich ihrer diagnostischen Güte zu bewerten. Neben Aufgaben für die Abschlussprüfung von Industriekaufleuten werden im Sinne eines weiten Transfers auch Prüfungsaufgaben für den Beruf Kaufmann/Kauffrau im Büromanagement von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie entwickelt, erprobt und ausgewertet. Die Evaluation des Trainings erfolgt im Rahmen eines Experimental-Kontrollgruppen-Designs mit einer Prä- und Post- sowie einer Follow Up Messung. Die Ergebnisse werden den Probanden u. a. in einem abschließenden Think-Tank-Workshop zurückgemeldet. Um das evaluierte Trainingskonzept in die Prüfungspraxis zu transferieren, werden den Teilnehmenden das computerbasierte Tool, die Materialien und ein Handbuch zur Verfügung gestellt. Angeregt wird die Dissemination durch eine Multiplikatorenschulung.



Projektleitung/Verbundkoordinatorin:

  • Prof. Dr. Eveline Wuttke; Professur für Wirtschaftspädagogik, insb. empirische Lehr-Lern-Forschung

 

Projektpartner an der Universität Göttingen:

  • Prof. Dr. Susan Seeber; Professur für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung
  • Prof. Dr. Matthias Schumann; Professur für Anwendungssysteme und E-Business


Projektmitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt:

  • Lütfiye Turhan M. Sc.; Professur für Wirtschaftspädagogik, insb. empirische Lehr-Lern-Forschung


Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter an der Universität Göttingen:

  • Carolin Greiwe M. Ed.; Professur für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung
  • Philipp Hartmann M. Sc.; Professur für Anwendungssysteme und E-Business



Dieses Vorhaben wird als ASCOT+-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 21AP001A gefördert.

Abgeschlossene Projekte

(Kopie 1)

Gefördert vom

Projektträger

 

Förderlinie: Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung


Projektlaufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2018

 

Kurzbeschreibung:

Demografische, politische und technologiebedingte Entwicklungen führen in den kommenden Jahren in verschiedenen Berufsfeldern zu einem gravierenden Arbeits- bzw. Fachkräftemangel. Dies trifft insbesondere auf die Branchen Pflege und Gesundheit, Gastronomie, Handel sowie auf (Hoch-)Technologiebereiche zu.

Dem drohenden Fachkräftemangel soll durch die Ausweitung adressatengerechter beruflicher Weiterbildung begegnet werden, um somit bislang ungenutztes Arbeitskräftepotenzial verstärkt zu aktivieren. Bei den relevanten Weiterbildungsadressaten handelt es sich insbesondere um sogenannte „Randgruppen“: Niedrig oder nicht formal Qualifizierte, Berufswiedereinsteiger, Langzeitarbeitslose, Migranten sowie erfahrene (ältere) Arbeitnehmer in der Belegschaft. Gleichzeitig sind dies genau die Gruppen, die einen schwereren Zugang zu betrieblicher und berufsbezogener Fort- und Weiterbildung haben.

Aus volkswirtschaftlicher sowie aus gesellschaftlicher Perspektive, aber auch aus individueller Sicht ist die Integration dieser „Randgruppen“ in den Arbeitsmarkt ein wichtiges arbeits- und sozialpolitisches Anliegen, da die genannten Personengruppen häufig von langfristiger sozialer Exklusion bedroht sind.

Der aktuelle Forschungsstand zeigt jedoch, dass vor allem Befunde zu förderlichen und hinderlichen Bedingungen für die Weiterbildung vor dem Hintergrund individueller beruflicher Laufbahnen und Voraussetzungen sowie institutioneller Gegebenheiten fehlen. Zudem gibt es bisher nur wenige domänenspezifische Erkenntnisse.

Aus diesen Gründen zielt das Verbundprojekt darauf ab, relevante Einflussfaktoren für die Weiterbildungsmotivation und -teilnahme der genannten Zielgruppen empirisch belastbar zu bestimmen, wobei insbesondere die Wechselwirkung von individuellen und institutionellen (betrieblichen) Einflussfaktoren untersucht werden soll.

Das Verbundprojekt verfolgt einen Mixed–Method–Ansatz, der im Rahmen von zwei Teilstudien realisiert wird:

(1)  In Anlehnung an den bestehenden Forschungsstand wird zunächst eine qualitative Interviewstudie in Unternehmen mit der Unternehmensführung, Personalverantwortlichen und Personen aus den oben genannten Zielgruppen mit dem Ziel durchgeführt, relevante individuelle und institutionelle Anlässe und Barrieren der Weiterbildung zu identifizieren. Ähnliche Interviews werden mit Personen geführt, die an beruflichen Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen und derzeit arbeitslos oder arbeitssuchend sind.

(2)  Im Anschluss daran erfolgt eine quantitative Studie, die auf der Grundlage der in der ersten Teilstudie gewonnen Erkenntnisse die Entwicklung eines Befragungsinstrumentes sowie dessen Einsatz bei einer größeren Probandengruppe umfasst und sich ebenfalls auf die oben genannten Gruppen konzentriert. Ziel der quantitativen Studie ist es, Hypothesen der Weiterbildungsbeteiligung auf der Grundlage theoretischer Ansätze und Modelle zu prüfen und strukturelle Zusammenhänge empirisch belastbar zu bestimmen.

 

Mit Blick auf die Verwertbarkeit und den Transfer der Forschungsergebnisse ist zu erwarten, dass das Projekt Aufschlüsse über personen- und branchenspezifische Bedingungen der Weiterbildungsteilnahme liefert, die für die Konzeption von Maßnahmen und für die Integration der betroffenen Gruppen praktisch bedeutsam sind. Nicht zuletzt werden Unternehmen und Weiterbildungsträger stärker für die Anforderungen der Zielgruppe sensibilisiert.

 

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Eveline Wuttke; Goethe-Universität Frankfurt, Professur für Wirtschaftspädagogik, insb. empirische Lehr – Lern – Forschung (Verbundleitung)

 

Externer Verbundpartner:

Prof. Dr. Susan Seeber; Professur für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung, Georg-August-Universität Göttingen  

 

 

Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt:

Benjamin Salge, B.Sc.; Professur für Wirtschaftspädagogik

Raina Jockers, B.A.; Professur für Wirtschaftspädagogik

 

 

Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter an der Universität Göttingen: 

Therese Rosemann, M.A.; Professur für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung

Theresa Rüter, M.Sc.; Professur für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung

 

 

 

"Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 21IAWB029B gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor."

 

 

Ergebnisse 

Das Forschungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JH1205A (Teilprojekt Frankfurt) gefördert und ist eingebettet in das Rahmenprogramm "Entwicklung von Professionalität des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen".

Im Verbundprojekt werden Maßnahmen zur Professionalisierung der Diagnose von und Umgang mit Schülerfehlern im kaufmännischen Unterricht entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Im Blickpunkt stehen hierbei Lehramtskandidaten zu Beginn des Vorbereitungsdienstes an kaufmännische Schulen Die Maßnahmen werden mittels eines Interventions-Wartekontrollgruppen-Designs mit Messwiederholung (Prä-/Post- und Follow-Up-Test) realisiert. Es wird das Ziel verfolgt die Trainingsmaßnahmen nach Projektabschluss auf breiter Basis in der Lehreraus- und -weiterbildung einzusetzen.

Die Ziele des Verbundprojekts resultieren aus den Ergebnissen der ersten Förderperiode. Hier wurden mittels Experteninterviews, Schülertests, curricularen Analysen sowie Unterrichtsbeobachtungen modellgeleitet "typische" Schülerfehler identifiziert. Anschließend wurde mittels eines Querschnittdesigns untersucht, inwiefern (angehende) Lehrkräfte in der Lage sind, Schülerfehler im Bereich Rechnungswesen zu diagnostizieren und lernwirksam zu nutzen.

Wir sprechen von professioneller Fehlerkompetenz, PFK, mit den Facetten
(1) domänenspezifisches Wissen über Schülerfehler,
(2) Wissen über Handlungsstrategien in Fehlersituationen sowie
(3) Sichtweisen bezüglich der Lernwirksamkeit von Schülerfehlern.

Auf Basis einer theoriegeleiteten Modellierung konnte gezeigt werden, dass Fehlerwissen sowie lernwirksamer Umgang mit Fehlern lediglich bei erfahrenen Lehrkräften hinreichend ausgeprägt sind. Insbesondere für Referendare ist dies problematisch, da diese Zielgruppe bereits kurz nach Beginn des Vorbereitungsdienstes zum Teil auch eigenverantwortlich unterrichtet.

Projektlaufzeit:
01.03.2013 - 29.02.2016

Projektleitung Teilprojekt Frankfurt:
Prof. Dr. Eveline Wuttke

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Dipl.-Psych. Claudia Krille
Benjamin Salge, B.Sc.

Studentische Hilfskräfte:
Dirk Mack
Arpad Revesz

Verbundpartner:
Prof. Dr. Jürgen Seifried
Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik II
Universität Mannheim

Publikationsliste (Auswahl):
Seifried, Jürgen & Wuttke, Eveline (im Druck). Diagnose von und Umgang mit Schülerfehlern als Facette der Professionellen Kompetenz von Lehrpersonen. Erscheint in: Schaper, N., Kremer, H.H., Hilligus, A. & Reinhold, P. (Hrsg.), Kompetenzmodellierung und -messung in der Lehrerbildung.

Seifried, Jürgen & Wuttke, Eveline (2011). Students‘ errors: how teachers diagnose them and how they respond to them. Empirical Research in Vocational Education and Training (ERVET), 2(2), 147-162.

Türling, Janosch, Seifried, Jürgen, Wuttke, Eveline, Gewiese, Anna & Kästner, Ronny (2011). ,Typische’ Schülerfehler im Rechnungswesenunterricht – Empirische Befunde einer Interviewstudie. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 107(3), 390-407.

Wuttke, Eveline & Seifried, Jürgen (2013). Diagnostic Competence of (Prospective) Teachers in Vocational Education: An Analysis of Error Identification in Accounting Lessons. In K. Beck, Klaus & O. Zlatkin-Troitschanskaia, Olga (Eds.), From Diagnostics to Learning Success. Proceedings in Vocational Education and Training (p.225-240). Rotterdam, Boston, Teipei: Sense Publishers.

Wuttke, Eveline & Seifried, Jürgen (2012). Ansätze der Identifikation typischer Schülerfehler. Ergebnisse aus Studien in kaufmännischen Schulen. Unterrichtswissenschaft, 2.

Wuttke, Eveline & Seifried, Jürgen (2011). Learning from errors at school and at work. Research in Vocational Education, Vol. 1. Opladen: Barbara Budrich.

Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „DomPL-Ik“ (Förderkennzeichen 01DB1120) ist eingebettet in die Forschungsinitiative Ascot (Technology-based Assessment of Skills and Competencies in VET / Technologie-orientierte Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung, www.ascot.vet.net). Die Forschungsinitiative Ascot verfolgt das Ziel, Testinstrumente zu entwickeln, mit denen zuverlässig und mit hohen testmethodischen Standards ausgewählte Kompetenzen von beruflich qualifizierten Personen gemessen werden können. Im Rahmen der ersten nationalen Förderung sollen Testinstrumente und Testitems auf Basis abgestimmter Kompetenzkonstrukte und –modellierungen entwickelt und national erprobt werden.

Das Verbundvorhaben modelliert und erfasst die Problemlösekompetenz angehender Industriekaufleute im dritten Ausbildungsjahr exemplarisch für das Handlungsfeld Planung, Steuerung und Kontrolle von Geschäftsprozessen (Controlling). Die Qualität der Bearbeitung praxisnaher und praxisrelevanter Problemstellungen wird dabei mittels einer technologiebasierten Kompetenzerhebung bestimmt.

Im Rahmen der Projektbearbeitung kooperieren wir mit folgenden Verbundpartnern:

Prof. Dr. Detlef Sembill (Koordinator des Verbundprojekts) & Dr. Andreas Rausch,  Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Dr. Thomas Martens, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) Frankfurt am Main

Prof. Dr. Karsten D. Wolf, Arbeitsbereich Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen, Universität Bremen

Prof. Dr. Jürgen Seifried, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik II, Universität Mannheim

Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „KoMeWP“ (Kompetenz Messung Wirtschaftspädagogik, Förderkennzeichen: 01PK11003B) ist eingebettet in das Rahmenprogramm „Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor“ (KoKoHS).

Die Zielsetzung des Projekts ist in der domänenspezifischen Operationalisierung und Erfassung fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Kompetenzen von Studierenden der Wirtschaftspädagogik zu sehen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Rechnungswesen/ Buchführung.

In Rahmen der Untersuchung sollen insgesamt ca. 1.000 Masterstudierende im Bereich Wirtschaftspädagogik in Deutschland und Österreich einen im Rahmen des Projekts konstruierten Test bearbeiten. Dieser soll erfassen, inwiefern Studierende der Wirtschaftspädagogik in der Lage sind

  1. Lernende bei der Bearbeitung von Aufgaben zu unterstützen,
  2. multiple Lösungswege anzubieten, sowie
  3. mögliche Lernschwierigkeiten zu antizipieren und Schülerfehler zu identifizieren.

Aktuell von uns durchgeführte Studien zur sog. „Fehlerkompetenz“ von angehenden Lehrkräften an kaufmännischen Schulen zeigen, dass die Kompetenz, Schülerfehler zu diagnostizieren und lernwirksam rückzumelden, bei Studierenden oder Anfängern im Lehrberuf deutlich geringer ausgebildet ist als bei Lehrkräften mit langjähriger Berufserfahrung. Es scheint, dass entsprechende fachwissenschaftliche und fachdidaktische Expertisen in der Ausbildung angehender Lehramtsanwärtern nicht ausreichend erworben werden. An diesen Befund knüpft nun die vorliegende Untersuchung an und verfolgt nachstehende Zielsetzungen:

  • Theoriegeleitete Erarbeitung eines Kompetenzmodells für die Domäne Rechnungswesen.
  • Theoretische Modellierung der Aufgabenschwierigkeiten.
  • Erarbeitung eines Itempools mit verschiedenen Aufgabentypen und unterschiedlichen Schwierigkeitsniveaus.
  • Analyse der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kompetenzen auf der Basis der theoretischen Modellierung sowie auf den empirisch ermittelten Aufgabenschwierigkeiten im Bereich der Individual- und Aggregatebene.

Projektstart: 01.12.2011 (Laufzeit 3 Jahre)

Im Rahmen der Projektbearbeitung kooperieren wir mit folgenden Verbundpartnern:

Prof. Dr. Jürgen Seifried
Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik II
Universität Mannheim

Prof. Dr. Bernhard Schmitz
Institut für Psychologie
Technische Universität Darmstadt

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