04.08.26 | Forschung

Forschung von Guido Friebel in internationalen Medien

Wie beeinflussen Terroranschläge politische Einstellungen und Wahlergebnisse? Dieser Frage geht Prof. Guido Friebel, Professor und Dekan am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, gemeinsam mit Marius Liebald und Navid Sabet in der Studie „Terrorism and Voting: The Rise of Right-Wing Populism in Germany“ nach.  

Die Analyse zeigt: In Kommunen, in denen ein Anschlag erfolgreich ausgeführt wurde, stieg bei nachfolgenden Landtagswahlen der Stimmenanteil der AfD deutlich. Dies gilt bemerkenswerterweise auch dann, wenn die Anschläge rechtsextremistisch motiviert waren und sich gegen Menschen mit Migrationsgeschichte richteten. Die Forschenden identifizieren mehrere Mechanismen: Terroranschläge erhöhen die Wahlbeteiligung, verstärken Sorgen über Migration und beeinflussen die mediale sowie politische Themenagenda. Von diesen Entwicklungen profitiert die AfD überproportional. Vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahlen und des Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day hat die Studie große nationale und internationale Medienresonanz erfahren. Guido Friebel ordnete die Forschungsergebnisse unter anderem für die New York Times, The Guardian, den Spiegel, den Tagesspiegel und De Standaard ein. Die Resonanz verdeutlicht, welchen Beitrag wirtschaftswissenschaftliche Forschung zum Verständnis aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen leisten kann.

Zur Studie und zur Berichterstattung (Auswahl):

https://www.theguardian.com/politics/2026/jul/27/german-officials-tighter-extremism-laws-berlin-pride-attack
https://www.nytimes.com/2026/07/28/world/europe/berlin-pride-attack-afd-politics.html https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1257/pol.20230615