Jan Landwehr an groß angelegter Multi-Analysten-Publikation in Nature beteiligt
Eine neue Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift Nature unter dem Titel „Investigating the analytical robustness of the social and behavioural sciences” veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass wissenschaftliche Schlussfolgerungen davon abhängen können, wer die statistische Analyse durchführt und welcher konkrete analytische Pfad aus dem Raum der möglichen Analysen eingeschlagen wird.
457 Analyst:innen analysierten Daten von 100 Studien erneut – mit teils sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Nur ein Drittel der Teams bestätigte exakt die Resultate der Originalstudien. Besonders Beobachtungsstudien zeigten sich weniger robust als experimentelle Studien.
Prof. Dr. Jan Landwehr vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität, der als Analyst an der Studie beteiligt war, kommentiert das Ergebnis so: „Ebenso wie man wichtige Entscheidungen nicht durch eine einzelne Studie begründen sollte, erscheint es bedeutsam, nicht nur das Ergebnis einer Datenanalyse heranzuziehen. Nur wenn unterschiedliche, gut begründbare Analyseansätze ein konsistentes Muster zeigen, erscheint ein empirisches Ergebnis wirklich belastbar zu sein. Unsere Studie ist damit auch ein Aufruf zu verstärkter wissenschaftlicher Zusammenarbeit unterschiedlicher Forschungsgruppen und zur Intensivierung des wissenschaftlichen Austauschs“.
Die in Nature veröffentlichte Studie ist hier verfügbar: Link