Faculty of Economics and Business Administration Publications Database

Unternehmensbewertung unter dem Postulat der Steueräquivalenz

Authors:
Dehmel, Inga
Pauly, Denise
Source:
Volume: 60
Number: 30
Pages: 13 - 18
Year: 2005
Abstract:

In den 80er-Jahren schärfte die Shareholder-Value-Diskussion den Blick für eine wertsteigernde Unternehmensführung und beeinflusst bis heute weite Teile der Betriebswirtschaftslehre. Insbesondere in der Unternehmensbewertung sorgte sie für einen einschneidenden Bedeutungswandel: Die Unternehmensbewertung, die lange Zeit nur in Krisen- und Ausnahmesituationen eines Unternehmens zum Einsatz gelangte, ist "salonfähig" geworden. Sie gehört nun, so scheint es, in das Repertoire eines jeden gut ausgebildeten Managers und wird in vielen Unternehmen routinemäßig für Steuerungs- und Kontrollzwecke eingesetzt. Mit dem Bedeutungswandel, den die Unternehmensbewertung erfuhr, ging auch ein gravierender Methodenwechsel einher: Die am subjektiven Ertragswert orientierte Unternehmensbewertung wird seitdem mehr und mehr von (scheinbar) marktwertorientierten Bewertungsverfahren wie den Discounted-Cashflow-Methoden abgelöst. Studien zufolge nehmen diese (neuen) Bewertungsmethoden sogar mit den ersten Platz unter den von Praktikern angewandten Bewertungsverfahren ein. 1 Auch das IDW räumt in seinem jüngsten Standard zur Unternehmensbewertung diesen Verfahren einen hohen, dem Ertragswertverfahren anscheinend ebenbürtigen Stellenwert ein.

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