Faculty of Economics and Business Administration Publications Database

Neue Goodwillbilanzierung – das FASB auf dem Weg zur entobjektivierten Bilanz?

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Volume: 56
Number: 38
Pages: 1943 - 1949
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Year: 2001
Abstract: Die im Juni 2001 vom FASB veröffentlichten Standards "Business Combinations" (SFAS 141) und "Goodwill and other intangible assets" (SFAS 142) ändern die US-GAAP grundlegend. Sie werden zu einer deutlichen Steigerung der Unternehmensgewinne führen. Verursacht wird der Gewinnsprung durch das Verbot planmäßiger Geschäftswertabschreibungen. Der Goodwill darf zukünftig nur noch im Wert vermindert werden, wenn außerplanmäßige Abschreibungsgründe vorliegen. Der nachfolgende Beitrag skizziert die neuen Abschreibungsregeln und wertet sie kritisch. Es wird gezeigt, dass sie den Unternehmen zahlreiche Ermessensspielräume einräumen, die es ihnen erlauben, Goodwillabschreibungen dauerhaft zu vermeiden oder nach Maßgabe der eigenen Gewinnplanungen zu gestalten. Darüber hinaus machen die Ausführungen deutlich, dass die geänderten Goodwillregeln bislang nicht mit deutschem und europäischem Recht kompatibel sind. Es bestehen nach Meinung des Autors daher begründete Zweifel, ob deutsche Unternehemen bei Anwendung dieser Regeln einen befreienden Konzernabschluss erlangen können.
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