02.02.26 | Forschung

„Finanzmärkte und Friktionen“ erfolgreich in zweiter DFG-Förderperiode (FOR 5230)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Forschungsgruppe FOR 5230 Finanzmärkte und Friktionen – Ein intermediärsbasierter Asset Pricing-Ansatz nach erfolgreicher Begutachtung für eine zweite Förderperiode bis 2029 bewilligt. Damit wird das transregionale Verbundprojekt, das seit 2022 zentrale Beiträge zur modernen Finanzmarktforschung leistet, für weitere vier Jahre mit einem Gesamtvolumen von ca. 4 Mio. Euro gefördert. Davon entfallen 1.35 Mio. Euro auf die Beteiligten der Goethe Universität.

Die Forschungsgruppe vereint führende Finanzmarktforscherinnen und -forscher aus Karlsruhe, Frankfurt, Hannover, Münster, Stuttgart, Tübingen und Wien und untersucht die Preisbildung an Finanzmärkten aus der Perspektive von Finanzintermediären. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Friktionen, Anreizstrukturen und Restriktionen intermediärer Akteure – etwa Banken, Fonds oder Versicherungen – Vermögenspreise, Risiken und geldpolitische Transmissionsmechanismen beeinflussen.

Der Fachbereich 02 Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt stellt mit drei Projektleitern sowie dem stellvertretenden Sprecher der Forschungsgruppe einen integralen Bestandteil dieses Erfolgs dar:

Die Teams der Professoren Christian Schlag (stellvertretender Sprecher), Holger Kraft, Maik Schmeling und Rüdiger Weber untersuchen im Rahmen des FOR 5230 komplementäre Fragestellungen zur Rolle von Finanzintermediären in der Transmission von geldpolitischen Impulsen, der Entstehung von Vermögenspreisbewegungen sowie der Risikoübertragung auf Finanzmärkten. Durch empirische und theoretische Arbeiten tragen sie dazu bei, klassische Asset-Pricing-Ansätze systematisch um Intermediäre zu erweitern und damit ein realistischeres Verständnis moderner Finanzmärkte zu entwickeln.

Über die Forschungsgruppe FOR 5230
Die Forschungsgruppe FOR 5230 wurde 2022 eingerichtet, um die Rolle von Finanzintermediären stärker in der Asset-Pricing-Forschung zu verankern. Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und zählt zu den zentralen kooperativen Forschungsinitiativen im Bereich der Finanzmarktforschung.

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Bild: Markus Breig